Please use this identifier to cite or link to this item: http://dlib.scu.ac.ir/handle/1956/2988
Title: Systemkritik bei Christoph Hein 1980 bis 1989
subject: VDP::Humanities: 000::Linguistics: 010::German language: 021;Mastergrad;711127
Publisher: The University of Bergen
Description: Zusammenfassender Vergleich der Systemkritik in den ausgewählten Werken:Die Textanalyse zeigt, dass die Zensur der 80er Jahre eine breitere und offenere Kritik an den politischen Fehlern des Stalinismus der 50er Jahre als an denen der späteren Epochen der DDR-Geschichte zugelassen hat. Ein Grossteil der Systemkritik in den drei ersterschienenen Werken, ist in dieser Aufbauphase des Sozialismus zu finden.In Der Sohn werden auch negative politisch-gesellschaftliche Ereignisse der frühen Ankunftsphase beschrieben und die Kritik am SED-Staat zeichnet sich durch ihre Schärfe, ihr Ausmaß und den nahezu persönlichen Ton der Erzähler aus. Während Der fremde Freund und Horns Ende von Kleinbürgermentalität und Resignation geprägt sind und einige Tabuthemen wie z.B. die Präsenz der Stasi zwischen den Zeilen angebracht wurden, ist die politisch-gesellschaftliche Kritik in der ersten Erzählung durchgehender und offener gestaltet.In Der Tangospieler beschreibt der Autor ein massives Ausmaß an Systemkritik auf allen Gesellschaftsebenen und die meisten Tabus werden fast demonstrativ gebrochen. Dieses Werk trägt aber Spuren von der Auflösung der staatlichen Institutionen. Der Umfang und der Charakter der Kritik sind davon geprägt und übersteigen deshalb bei weitem die Ausmaße der Kritik in den damit verglichenden Werken.EndergebnisseDie methodisch durchgeführte Textanalyse der ausgewählten Werke Heins führte zu folgenden Ergebnissen:Man findet in diesen literarischen Texten Kritik an den politisch-gesellschaftlichen Ursachen der Auswanderungswelle (FG 171), doch ist Heins Meinung durch die Zensur etwas eingeschränkt und umformuliert, nicht aber ohnmächtig geworden.Er hat die repressiven politischen Instrumente der SED-Leitung kritisiert und dadurch versucht, den Staat zur Öffentlichkeit und zum Dialog mit den Regierten zu drängen.Die Kritik am repressiven DDR-Staat und der SED-Leitung findet sich in seinen Texten sowohl offen als auch indirekt und kamufliert zwischen den Zeilen .Eine Entwicklung der Systemkritik ist anhand der Textanalyse von Der Sohn (1980), Der fremde Freund (1982) und Horns Ende (1985) schwer festzustellen.Erst die Analyse von Der Tangospieler (1989) ergibt eine deutliche Entwicklung der Systemkritik.
Master i Tysk
TYS350
MAHF-TYS
URI: https://bora.uib.no/handle/1956/2988
More Information: http://hdl.handle.net/1956/2988
Appears in Collections:Faculty of Humanities

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Title: Systemkritik bei Christoph Hein 1980 bis 1989
subject: VDP::Humanities: 000::Linguistics: 010::German language: 021;Mastergrad;711127
Publisher: The University of Bergen
Description: Zusammenfassender Vergleich der Systemkritik in den ausgewählten Werken:Die Textanalyse zeigt, dass die Zensur der 80er Jahre eine breitere und offenere Kritik an den politischen Fehlern des Stalinismus der 50er Jahre als an denen der späteren Epochen der DDR-Geschichte zugelassen hat. Ein Grossteil der Systemkritik in den drei ersterschienenen Werken, ist in dieser Aufbauphase des Sozialismus zu finden.In Der Sohn werden auch negative politisch-gesellschaftliche Ereignisse der frühen Ankunftsphase beschrieben und die Kritik am SED-Staat zeichnet sich durch ihre Schärfe, ihr Ausmaß und den nahezu persönlichen Ton der Erzähler aus. Während Der fremde Freund und Horns Ende von Kleinbürgermentalität und Resignation geprägt sind und einige Tabuthemen wie z.B. die Präsenz der Stasi zwischen den Zeilen angebracht wurden, ist die politisch-gesellschaftliche Kritik in der ersten Erzählung durchgehender und offener gestaltet.In Der Tangospieler beschreibt der Autor ein massives Ausmaß an Systemkritik auf allen Gesellschaftsebenen und die meisten Tabus werden fast demonstrativ gebrochen. Dieses Werk trägt aber Spuren von der Auflösung der staatlichen Institutionen. Der Umfang und der Charakter der Kritik sind davon geprägt und übersteigen deshalb bei weitem die Ausmaße der Kritik in den damit verglichenden Werken.EndergebnisseDie methodisch durchgeführte Textanalyse der ausgewählten Werke Heins führte zu folgenden Ergebnissen:Man findet in diesen literarischen Texten Kritik an den politisch-gesellschaftlichen Ursachen der Auswanderungswelle (FG 171), doch ist Heins Meinung durch die Zensur etwas eingeschränkt und umformuliert, nicht aber ohnmächtig geworden.Er hat die repressiven politischen Instrumente der SED-Leitung kritisiert und dadurch versucht, den Staat zur Öffentlichkeit und zum Dialog mit den Regierten zu drängen.Die Kritik am repressiven DDR-Staat und der SED-Leitung findet sich in seinen Texten sowohl offen als auch indirekt und kamufliert zwischen den Zeilen .Eine Entwicklung der Systemkritik ist anhand der Textanalyse von Der Sohn (1980), Der fremde Freund (1982) und Horns Ende (1985) schwer festzustellen.Erst die Analyse von Der Tangospieler (1989) ergibt eine deutliche Entwicklung der Systemkritik.
Master i Tysk
TYS350
MAHF-TYS
URI: https://bora.uib.no/handle/1956/2988
More Information: http://hdl.handle.net/1956/2988
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Title: Systemkritik bei Christoph Hein 1980 bis 1989
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Publisher: The University of Bergen
Description: Zusammenfassender Vergleich der Systemkritik in den ausgewählten Werken:Die Textanalyse zeigt, dass die Zensur der 80er Jahre eine breitere und offenere Kritik an den politischen Fehlern des Stalinismus der 50er Jahre als an denen der späteren Epochen der DDR-Geschichte zugelassen hat. Ein Grossteil der Systemkritik in den drei ersterschienenen Werken, ist in dieser Aufbauphase des Sozialismus zu finden.In Der Sohn werden auch negative politisch-gesellschaftliche Ereignisse der frühen Ankunftsphase beschrieben und die Kritik am SED-Staat zeichnet sich durch ihre Schärfe, ihr Ausmaß und den nahezu persönlichen Ton der Erzähler aus. Während Der fremde Freund und Horns Ende von Kleinbürgermentalität und Resignation geprägt sind und einige Tabuthemen wie z.B. die Präsenz der Stasi zwischen den Zeilen angebracht wurden, ist die politisch-gesellschaftliche Kritik in der ersten Erzählung durchgehender und offener gestaltet.In Der Tangospieler beschreibt der Autor ein massives Ausmaß an Systemkritik auf allen Gesellschaftsebenen und die meisten Tabus werden fast demonstrativ gebrochen. Dieses Werk trägt aber Spuren von der Auflösung der staatlichen Institutionen. Der Umfang und der Charakter der Kritik sind davon geprägt und übersteigen deshalb bei weitem die Ausmaße der Kritik in den damit verglichenden Werken.EndergebnisseDie methodisch durchgeführte Textanalyse der ausgewählten Werke Heins führte zu folgenden Ergebnissen:Man findet in diesen literarischen Texten Kritik an den politisch-gesellschaftlichen Ursachen der Auswanderungswelle (FG 171), doch ist Heins Meinung durch die Zensur etwas eingeschränkt und umformuliert, nicht aber ohnmächtig geworden.Er hat die repressiven politischen Instrumente der SED-Leitung kritisiert und dadurch versucht, den Staat zur Öffentlichkeit und zum Dialog mit den Regierten zu drängen.Die Kritik am repressiven DDR-Staat und der SED-Leitung findet sich in seinen Texten sowohl offen als auch indirekt und kamufliert zwischen den Zeilen .Eine Entwicklung der Systemkritik ist anhand der Textanalyse von Der Sohn (1980), Der fremde Freund (1982) und Horns Ende (1985) schwer festzustellen.Erst die Analyse von Der Tangospieler (1989) ergibt eine deutliche Entwicklung der Systemkritik.
Master i Tysk
TYS350
MAHF-TYS
URI: https://bora.uib.no/handle/1956/2988
More Information: http://hdl.handle.net/1956/2988
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